Dienstag, 3. August 2010

Tag 34 - Mittelmeer

Das "Dagon Grain" war heute unser erstes Ziel. Es handelt sich hierbei um ein riesiges Getreidelager, das aussieht wie ein Hochhaus und 100000 Tonnen fasst. Nebenan gibt es ein Museum über die Getreideaufbewahrung der Menscheitsgeschichte. Leider ist das Museum in den Schulferien, die in Israel gerade begonnen haben, geschlossen - Pech für uns. Also ging es mit einem kleinen Umweg Richtung Guesthouse - wir hatten nämlich auf einer unserer Erkundungstouren einen interessanten Laden entdeckt und eine (geniale) Idee entwickelt. Doch ganz so einfach, wie wir uns das vorgestellt hatten, war es dann doch nicht. Der einzige Ansprechpartner im Laden war ein zehnjähriger Junge. Mit seinem rudimentären Englisch gab er uns zu verstehen, dass wir später wieder kommen sollten. Nach einer Falaffel packten wir unsere Sachen und zogen los zum Strand - dieses Mal mit dem Zug (war billiger und schneller). Die folgenden Stunden verbrachten wir mit Wellenreiten (über die Höhe können wir uns nicht einigen, aber sicher so zwischen 2 und 3 Meter) und Sonnenbaden. Im Zug auf der Rückfahrt hatten wir unsere Idee vollends ausgefeilt und gingen damit schnurstracks zu besagtem Laden... Doch wieder lugten hinter der Theke zwei kleine Augen hervor. Nach einer guten Stunde verließen wir den Laden und hoffen nun auf das morgige Ergebnis. Mehr hierzu nach unserer Reise.
Jetzt noch etwas zur aktuellen Lage in Israel. Während dem Frühstück lasen wir in der Zeitung, dass gestern morgen 6 Katyusha-Raketen nahe der ägyptischen Grenze auf Eilat und Aquaba abgeschossen wurden. Es wird vermutet, dass es sich um Beduinen-Gruppen handelt - zum Glück, sonst wäre vielleicht mehr passiert. Die meisten der Raketen richteten kaum Schaden an oder verfehlten das Ziel - ein Mann kam ums Leben. Schon komisch, wenn man bedenkt, dass wir vor kurzem noch 5km vom Abschussort entfernt waren - man stellt sich bildlich vor, wie die Raketen durch das Tal fliegen.
Vorhin sahen wir (und der Rest der Leute hier) in den Nachrichten, dass es an der israelisch-libanesischen Grenze ein Feuergefecht gab. Ausgelöst wurde dieses durch routinemäßige Baumpflegearbeiten im Grenzstreifen. Das israelische Militär geht davon aus, dass die Aktion geplant war, da Sniperschützen gezielt auf die Offiziere geschossen haben. Bei dem Gefecht kamen 5 Menschen ums Leben. Um uns braucht man sich jedoch keine Sorgen zu machen, da unser restliches Programm mit Ausnahme des Westjordanlands, das zurzeit friedlich ist, keinen Aufenthalt in einem der Grenzgebiete mehr vorsieht. Sobald wir wieder ein bezahlbares Internetcafé mit USB-Anschluss finden, laden wir gerne wieder Bilder hoch - rausgesucht haben wir sie schon. Sollte mal wieder jemand einen Auslandsaufenthalt planen, so empfehlen wir Israel. Man kann hier viele Kulturen auf einem Haufen erleben, viele Sehenswürdigkeiten bestaunen und ist gezwungen Englisch zu reden - also das perfekte Urlaubsziel. Wenn man dann auch noch Falafel, Pita und Humus mag, könnte man hier fast heimisch werden! ;-) Aber keine Angst - Wir kommen wieder! Gute Nacht aus der sicheren Hafenstadt Haifa. Stop! Auf der Straße beim offenen WLAN haben wir eine Band entdeckt, die Johnny Cash covert.

1 Kommentar:

  1. שלום מגרמניה
    יופי שאתם עושים את הנסיה מזות
    אני מאחלת לכם הרבה התלחה וברכה בישראל
    ihr findet bestimmt einen Übersetzer :)
    Toll was ihr alles erlebt. Seit David mir den Tipp gegeben hat, lese ich euren Blog regelmäßig (während dem Vokabellernen ;) ) und freue mich immer schon auf euren nächsten Eintrag. Würde glatt mit euch tauschen!
    Liebe Grüße Michaela

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