Mittwoch, 18. August 2010
Tag 47 - Latrun
An den Tagen, an denen wir die Unterkünfte wechseln, lässt sich nicht viel unternehmen.
So schlenderten wir nach dem Frühstück zum letzten Mal durch die Gassen der Altstadt und verabschiedeten uns von einigen Händlern. Die Sachen waren schnell gepackt und um die restliche Zeit noch Sinnvoll zu nutzen beehrten wir noch einmal einen Falafel-Verkäufer. Dann ging es wie immer zu Central-Bus-Station, wo wir wieder durch eine lästige Sicherheitskontrolle mussten. Durch die Hilfe einer netten Israelin fanden wir schnell unseren Bus nach Latrun - dieser kleine Ort liegt westlich von Jerusalem. Genauer leben wir bei einer Kommunität verschiedener Brüder, die hier sehr idyllisch gelegen eine alte Kreuzfahrerburg wieder aufgebaut haben. Sie Stehen in Verbindung mit der Jesus-Bruderschaft in Gnadental in Deutschland und versuchen Versöhnungsarbeit in Israel zu leisten.
Als wir total verschwitzt ankamen und Bruder Stephan uns das Gelände gezeigt hatte, wollten wir eigentlich erst mal duschen. Allerdings war der Duschkopf derart verkalkt, dass nur ein kleines Rinnsal heraustropfte. Da wir ja Abi haben, wissen wir, dass sich Kalk und Säuren nicht gut vertragen. So steckten wir den abgeschraubten Duschkopf in ein Zitronen-Anrührtee-Säurebad. Um 18.00 Uhr besuchten wir das Abendgebet in der Kleinen Kapelle. Danach gab es in einem umgebauten Pferdestall ein üppiges Abendessen mit vielen Kostbarkeiten aus eigem Anbau. Um unser morgiges Arbeitsfeld kennenzulernen machten wir noch eine kleine Erkundungstour. Nach all den anstrengenden aber schönen Wochen, können wir hier für einige Tage die Stille genießen - ohne Mina
rett und Trubel. Die Kommunität ist nur von einem Kloster und vielen Oliven-, Wein-und Zitrusplantagen umgeben. Zurück in unserem Appartment dann die Überraschung. Der Duschkopf war zwar entkalkt, doch die ganze Sache hatte einen Zitronenartigen (Bei)Geschmack - vom Anrührtee angezogen, pilgerten Legionen von Ameisen zu unserem Säurebad. Es blieb uns nichts anderes übrig, als uns in der Kammerjägerei zu versuchen, das Loch in der Wand (durch das die Ameisen kamen) zu stopfen und den Duschkopf zu testen - mit Erfolg! Jetzt warten wir darauf, dass es etwas kühler wird und freuen uns auf eine stille Nacht!
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