Dienstag, 10. August 2010

Tag 41 - Reise nach Jerusalem

Auch ohne Wecker waren wir schon um 8 Uhr wach - zum Frühstück gab es das restliche Pita von gestern und Obst. Nachdem die Jugendleiter Joel und Gal noch für unsere Reise gebetet hatten, ging es zur Bushaltestelle Richtung Central-Bus-Station. Von dort aus nahmen wir den nächsten Bus nach Jerusalem. Kaum angekommen, sahen wir schon die ersten bekannten Gesichter - zwei Jungs aus Shavei Zion, die uns auch gleich den Weg zur Altstadt erklärten. Auf der Fahrt trafen wir ein Mädchen von dem Jugendkreis aus Arad und auf der Suche nach unserer neuen Unterkunft noch drei weitere Voluntäre aus Shavei Zion. Nach einer Weile Irrerei durch die verwinkelten Gassen der Altstadt und einem nichtgewollten Guide, der nur auf unser Geld aus war, kamen wir dann todmüde und erschöpft am Johanniter-Hospiz an. Das Hospiz ist ein ehemaliges Kreuzritter-Haus, dass von österreichischen Christen geführt wird. Bevor wir unser Zimmer bezogen, bekamen wir eine Führung durch die Räumlichkeiten. Unser Zimmer hat eine sensationelle Lage, mit Balkon, Dusche ;-) und liegt mitten in der Altstadt. Wenn man hier auf das Dach klettert, sieht man den Tempel- und Ölberg mitsamt Felsendom. Läuft man aus dem Eingangstor, steht man mitten in einem Souk, der sich fast durch das ganze Stadtviertel zieht. Die erste Amtshandlung im neuen Zimmer war dann der Test der Dusche - traumhaft! Nach einem Regenerationsschlaf, der vom Muezzin aus dem arabischen Viertel gestört wurde (und gerade wieder aus allen Himmelsrichtungen schreit), machten wir uns auf den Weg zu einer Erkundungstour durch die Märkte des Viertels. Eingedeckt mit feinsten Esswaren sitzen wir nun auf unserem Balkon, schreiben Blog und genießen die frische Abendbriese. Hin- und wieder zieht der Geruch von Kräutern und Gewürzen durch die Lüftungsöffnung des Souks, der hier direkt vor unserem Balkon unter dem Haus verläuft. Bis eben hat jemand im Haus nebenan Flöte geübt und auf der Dachterrasse nebenan spielen Kinder. Jetzt gehen wir auf's Dach und schauen uns den Tempelberg in der Abendstimmung an.

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