Mittwoch, 4. August 2010
Tag 35 - Nazareth
Pita. Das war unser Frühstück.
Und wer hätte es gedacht - als wir in besagten Laden kamen, wurden wir trotz ausgemachtem Termin auf später vertröstet. Also ging es direkt nach Nazareth, die Stadt in der Jesus aufwuchs. Mit dem Bus schalosch-schalosch-achat (331) fuhren wir über einige Berge in die Altstadt, wo es auch gleich Zeit für eine Falafel war. Danach war die Verkündigungskirche (das bekannteste Gebäude von Nazareth) an der Reihe besichtigt zu werden - gemeinsam mit einigen anderen. Um einen besseren Blick auf die Stadt zu bekommen, liefen wir durch einen Souk (Markt) durch viele kleine Gassen nach oben (Nazareth ist wie in einem Kessel gelegen).
Auf dem Weg nach unten trafen wir zwei kleine Palästinenser. Nachdem wir sie auf hebräisch angesprochen hatten (vielleicht war das der Fehler), schossen sie mit ihrer Steinschleuder Steine hinter uns her, doch zum Glück waren die Steine nicht allzu groß. Unten angekommen wollten wir noch "Nazareth Village" besuchen. Das ist eine "Stadt", die dem 2000 Jahre alten Original nachempfunden und wiederaufgebaut wurde (ein lebendes Museum, in dem sogar Menschen leben und Berufen nachgehen). Doch der Weg dorthin gestaltete sich schwieriger als gedacht. Als wir komplett die Orientierung verloren hatten und da so gut wie keiner im Westjordanland Englisch kann, waren wir froh, als plötzlich ein Auto anhielt und ein junger freundlicher Palästinenser ausstieg.
Er fragte uns in gutem Englisch was wir vorhätten und bot uns auch direkt an uns mitzunehmen. Da sagten wir natürlich nicht nein! Müde und erschöpft von diesem langen aber interessanten Tag fuhren wir zurück nach Haifa, wo wir uns als erstes Marmelade zum Pita kauften - zumindest stand das drauf. Schmecken tut es aber wie Kinderlutscher. Nach dem Abendessen holten wir dann noch unsere Wäsche an der Rezeption ab, die wir heute morgen dort abgegeben hatten. Jetzt freuen wir uns aufs Bett - Gute Nacht!
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