
Pünktlich mit dem Sonnenaufgang wurden auch die Fliegen aktiv, die uns unsanft weckten. Unser Gepäck hatten wir über Nacht im Zelt verstaut, während wir draußen schliefen. Die Nacht war sehr windig und staubig, doch lange nicht so, wie in der Wüste vor Eilat. Der heutige Tag war ganz aufs Tote Meer ausgerichtet - so begannen wir mit einem gemütlichen Frühstück, während auf der anderen Seite des Meeres die Sonne aufging. Schon um neun Uhr gingen wir dann die erste Runde schwimmen bzw. treiben.

Dann haben wir uns in zwei Gruppen aufgeteilt. Während der eine las, lief der andere in der prallen Sonne zum nächsten Kibbuz einkaufen. Dann machten wir uns daran aus Steinen und Sand ein neues Spiel zu erfinden, welches nach stundenlangem Feilen an der Spielidee sogar schon einen Namen hat: Balagan. Was das bedeutet erklären wir mal wann anders... Für unsere russischen Nachbarn muss das so hilflos und langweilig ausgesehen haben, dass sie uns zuerst zwei Schläger, einen Ball und anschließend sogar eine warme

Mahlzeit in die Hand gedrückt haben. Was es genau war, wissen wir nicht, aber es war gut! Vor Sonnenuntergang gings dann nochmal "aufs Salzwasser", wo wir auf dem Rücken treibend passend 1. Mose 19 lasen - es funktioniert wirklich und man kann sogar den Schwefel riechen!

Wie gestern schon, fliegt jetzt wieder die israelische Luftwaffe Patrouille. Wir haben uns vor dem allabendlich einbrechenden Sandsturm ins Zelt gerettet, schreiben Blog und werden vermutlich auch nicht mehr so schnell raus gehen.
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