
Bevor wir unsere Sachen packten, genossen wir zum letzten Mal Ruths fürsorgliches Frühstück. Nachdem wir ihr ein kleines Dankeschön überreicht hatten, machten wir uns mit ihr und "Professor Tim" (der Pastor der Gemeinde zu der sie fuhren) auf nach Haifa. So kamen wir trotz Sabbat und ohne viel zu Laufen an unser Ziel. Da der Check-in noch nicht möglich war, stellten wir unser Gepäck ab und begaben uns auf eine erste Erkundungstour. Der Check-in war schnell erledigt und wir begaben uns mit dem Gepäck Richtung Zimmer.

Wir öffneten unsere Zimmertür und konnten nicht glauben, wen wir da sahen - der schnarchende Peruaner von Eilat! Nein, zum Glück nicht! ;-) Wir trafen einen Amerikaner, den wir aus En Gedi kennen und der nun schon seit einigen Wochen mit einem Fahrrad und einer Montur Klamotten ohne Ziel quer durch Israel fährt. Leider hat unser "Dorm" (ein Mehrbettzimmer) keine Klimatisierung, weshalb wir heute Mittag ans Meer flüchteten. Keine gute Idee - der Strand, der mit dem Bus ein ganzes Stück weg ist, war am heutigen Sabbat übervoll.

Da wir nicht genau wussten, welcher Bus zurückfährt, nahmen wir einfach den erstbesten. Zu all dem kam, dass der Fahrer wohl nur das Wort "Haifa" verstanden hatte und uns, da keine Englischkenntnisse vorhanden, einfach zunickte. Als wir fast ganz Haifa gesehen hatten, stiegen wir einfach irgendwo aus. Auch das anschließende Sherrut-Taxi brachte uns nicht bis ans Ziel. Wie viele Israelis hängte der Fahrer statt "-ty" die Endung "-teen" an den Betrag. Nach Klärung des Missverständnisses, zahlten wir "-teen", stiegen aus und liefen den Rest. Jetzt war es Zeit fürs Abendessen. Bei diesen Temperaturen fällt das Abendprogramm heute eher ruhiger aus. Gruß aus der Hafenstadt Haifa.
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